• Lisa Angelina Goertz

Spanisch lernen an der Costa del Sol - Glücksgefühle inklusive

Spanisch lernen an der Costa del Sol - Glücksgefühle inklusive!



Um es direkt zu sagen: Es war großartig, lehrreich, voller Spaß beim Lernen, hat alle Erwartungen übertroffen und war für mich eine absolut besondere Zeit!


V O R B E R E I T U N G   O H N E  A R B E I T

Im späten Frühjahr entschied ich mich, mein Spanisch während der Sommerzeit auf die nächste Stufe zu bringen und fing an mich nach passenden Angeboten im nahen Ausland umzuschauen. Ich hatte mir vorgestellt, unter Gleichaltrigen eine Woche in einer Sprachschule im nahegelegenen Spanien zu verbringen, da ich wenige Wochen vorher mit meinem Rucksack und ein paar Sprachkenntnissen im Gepäck bereits durch Panama und Kuba gereist bin, und für den Sommer gerne im nahen Europa bleiben wollte. Also fing ich an mich zu erkundigen und fand auf Anhieb einen passenden Anbieter, bei dem ich alles aus einer Hand buchen konnte, was mir schon mal sehr entgegen kam. Normalerweise reise ich lieber ohne festen Plan, genieße es mich vom Leben treiben zu lassen, und mal hier und da in kleinen, landestypischen Pensionen oder AirBNBs unterzukommen, so wie das Leben es dann in diesem Moment gerade anbietet. Da diese Woche aber kein unvorhersehbares Abenteuer sondern eine mit Wissen gefüllte Sprachreise werden sollte, die ich voll und ganz für meinen gebuchten Intensivkurs nutzen wollte, habe ich die Verantwortung in diesem Fall gerne an andere abgegeben, um sich für mich um eine passende Unterkunft nahe der Schule und Transfer vom und zum Flughafen zu kümmern.



Jetzt musste ich mich nur noch für eine der 5 angebotenen spanischen Städte entscheiden, in der ich gerne eine Woche im Sommer verbringen wollte. Auch das konnte ich innerhalb weniger Minuten abhaken als ich auf der Homepage des Anbieter gelesen habe, dass in Malaga die angebotenen Appartements direkt am Strand mit Blick aufs Meer liegen und knappe 10min zu Fuß von der Schule entfernt liegen. Zudem hatte ich Lust auf etwas neues, und an der Costa del Sol war ich zuvor noch nie.


Gedacht, gebucht, perfekt - und los!


Ich musste mich um nichts weiteres kümmern, als einfach pünktlich am Flughafen zu sein, vorher meinen Rucksack zu packen und loszufliegen. Was für ein Luxus, wo ich in meinem

Alltag immer sehr viele Projekte habe, verschiedene Dinge mache und verfolge und ich es jetzt einfach mal genießen konnte, nicht vorher auch noch lange nach Unterkünften, öffentlichen Verkehrsmitteln und Entfernungen zu recherchieren!

Was soll ich sagen: ich hatte Glücksgefühle von der ersten Minute meiner Ankunft und erzähle selbst jetzt noch jedem, ob gewünscht oder nicht, wie toll, wertvoll und besonders diese Zeit war. Das war sicher nicht mein letztes Sprachabenteuer!


T R E F F E N   M I T    P E P E  &  D E R   S C H Ö N S T E  B L I C K 

D E R   S T R A ß E

Sonntagsabends angekommen, wurde ich von Pepe, dem spanischen Taxifahrer der Schule in der Ankunftshalle des Flughafens abgeholt und direkt zu meinem Appartement gefahren. 20 Minuten später bin ich schon ein paar spanische Sätze während der Fahrt losgeworden, bekam noch einen Briefumschlag mit einem Willkommensbrief und dem Schlüssel zur Wohnung in die Hand gedrückt, und stand vor der Türe zu meiner neuen Bleibe für die nächsten 7 Tage mit dem rauschenden Meer im Rücken.


Was mich erwartete, übertraf meine Erwartungen an ein Appartement für eine Woche Lernzeit in Spanien um Weiten. Eine perfekt ausgestattete spanische Wohnung mit offener Küche, Schlafzimmer, Bad, Wohnzimmer und einer sagenhaften, riesengroßen Terrasse. Ich habe es während der Zeit dort genau beobachtet. Es war wirklich die schönste Dachterrasse der ganzen Straße mit dem versprochenen beruhigenden Blick aufs Meer. Ziemlich einfach dort den Abend über zu entspannen, um dann frisch und munter am nächsten Morgen zum ersten Schultag zum Instituto zu laufen.

Ich muss sagen, ich hatte vorab ein paar Bedenken, ob ein Intensivkurs wirklich die richtige Entscheidung ist, als mir eine Mitschülerin aus meinem Spanischkurs in Deutschland vorher erzählte, dass sie eine ähnliche Sprachreise mit einem anderen Anbieter das Jahr zuvor gemacht hatte, und mit einem Standard-Kurs zwar viel Lernerfolg aber wenig Spaß hatte, da die Lehrer einfach unendlich viel neuen Stoff an die Tafel geschrieben haben und es anscheinend schwierig war von 9-13Uhr jeden Tag zu folgen. Nun hatte ich mich ja für einen Kurs mit 30H pro Woche von 8.30 Uhr-15 Uhr entschieden, weil ich meine Zeit vor Ort gerne richtig nutzen wollte, und fühlte mich etwas verunsichert und gleichzeitig voller Erwartung. Meine Bedenken lösten sich innerhalb weniger Sekunden in Luft auf, in dem Moment als ich die Schule das erste Mal auf dem Weg zum Einstufungstest betrat. Die Begrüßung war herzlich und auf Anhieb familiär, was zu der kleinen Schule mit 7 Klassenzimmern, Garten und Poolbereich in mitten eines Villenviertels absolut passte.

Schon der Einstufungstest, für den ich extra etwas früher aufgestanden war, um mich bei meinem morgendlichen Kaffee auf der Luxus-Terrasse wenigsten ein bisschen vorzubereiten, hat mich als Neuankömmlich dort abgeholt, wo ich mich befand, in der Position eines neuen Schülers, der heute seinen ersten Schultag hat, und glich mehr einem netten Gespräch auf spanisch zwischen mehreren Menschen, die sich etwas voneinander zu erzählen hatten. Währenddessen konnte der Lehrer ziemlich genau festlegen, auf welchem Level man aktuell steht und da ich erst vor wenigen Monaten angefangen hab die spanische Sprache zu lernen, war ich überaus zufrieden als ich in Level 2 eingestuft wurde.



EINE SCHULWOCHE UND LERNZEIT VERGANGEN WIE IM FLUG

Von nun an hatte ich jeden Morgen zur ersten und jeden Nachmittag zur letzten Stunde Intensivunterricht mit einem anderen Mitschüler, so wie ich es gebucht hatte, und zwischendrin von 9.30 – 14 Uhr besuchte ich die Hauptklasse des zweiten Levels. Die Intensivklasse betreute Andy, ein 31 jähriger Spanisch- und Sportlehrer, der lässig mit seinem Roller jeden Morgen zur Schule kam. Für den restlichen Unterricht galt: Jeden Tag ein anderer Lehrer, jeden Tag eine neue Art und Weise zu lernen, zuzuhören und zu verstehen. Um es gleich zu sagen: alle Lehrer waren toll, unterschiedlich und boten die Möglichkeit, sich bestmöglich zu entwickeln. Denn außerhalb der Schule trifft man auch auf viele verschiedene Menschen mit unterschiedlicher Aussprache und Eigenarten. Also die beste Vorbereitung für das spanische Leben dort draußen. Nach 6 ½ Stunden Schule, schlenderte ich also jeden Tag Richtung Appartement, kaufte auf dem nahegelegenen Markt noch ein paar frische Lebensmittel und Wasser ein, und genoss die Abende entweder am Meer, auf der fußläufigen Promenade oder auf meiner Terrasse mit vielen schönen Sonnenuntergängen und leckerem Essen. Mein italienischer Mitstreiter, ein Manager aus Italien, mit dem ich die Intensivklasse teilte, wohnte direkt unter mir und so verbrachten wir einige Zeit zusammen und unterhielten uns statt auf der Weltsprache Englisch lieber mit unserem neuen Spanisch. Als freitags der letzte Schultag vorbei war, und in der Schule ausnahmslos alles auf spanisch erklärt, gefragt und erzählt wurde, hatte ich den Eindruck, nichts kann mich mehr sprachlos machen. Irgendwie werde ich mich auf spanisch erklären können. Viel zu kurz war diese Zeit, die mir Tag für Tag auf eine lockere, sehr abwechslungsreiche und spannende Art die spanische Sprache näher gebracht hat. Um das größte Geheimnis der Schule zu beschreiben: Man bekommt unheimlich viel Wissen und neuen Stoff vermittelt, ohne dass es einem überhaupt erst aufgefällt. Von einem Gespräch ins nächste wurden grammatische Themen sehr lebensnah in der Unterhaltung aufgegriffen, behandelt und schwup, hat man etwas neues gelernt, das man auf diese Art und Weise so schnell auch nicht mehr vergisst. Natürlich gab es auch ein passendes Schulbuch dazu!



. . . U N D   N E B E N   D E R   S C H U L E

Das Wetter war zu diesem Zeitpunkt sehr ungewöhnlich heiß, das am erklärten Phänomen „El Terral“ liegt, eine Wetterperiode, in der die Temperaturen über 40 Grad steigen und gleichzeitig das Meer kühler wird, sodass viele Spanier nicht zum Strand gehen, weil ihnen die Luft zu heiß und das Wasser zu kalt ist. Für mich als norddeutsches Küstenkind konnte ich die Kühle des Meeres nicht wirklich erahnen und freute mich über weniger Menschen am „Playa“! Gleichzeitig bedeutete das allerdings auch, dass es für körperliche Aktivitäten wie meine geplante Biketour, oder Wandertag ohne Schatten einfach viel viel zu heiß war. Daher nutze ich die freie Zeit am Wochenende und besuchte das hübsche Zentrum von Malaga-City, machte jeden zweiten Tag Yoga morgens vor der Schule am Hausstrand, und ließ mich vom spanische Leben treiben. Wunderbar!



I C H   K O M M E  Z U R Ü C K !

Natürlich klappt die Rückreise genauso unkompliziert wie die Ankunft. Pepe stand pünktlich vor meiner Haustüre, lud meinen Rucksack ein und erzählte mir während der Fahrt zum Terminal noch etwas über das bevorstehende 10-tägige, spanische Festival „la feria“ und zeigte mir im Vorbeifahren bereits geschmückte Straßen und Plätze. Und dann waren wir auch schon da. Verabschiedet habe ich mich mit den Worten: ich komme zurück!

Und das meinte ich auch so. Eine Woche später wieder in Deutschland zehre ich immer noch von den vielen Eindrücken und dieser intensiven Zeit, die ich als unglaublich leicht empfand, mir auch nachwirkend riesengroßen Spaß gemacht hat und mir das Gefühl gibt: ich will unbedingt weiterlernen!



Gebucht habe ich meine Reise mit Kolumbussprachreisen, einer der führenden Anbieter für Erwachsenensprachreisen, Work & Travel und Auslandspraktika. Das Angebot kann man ebenfalls als Bildungsurlaub nutzen! Besser konnte meine Erfahrung nicht laufen!